Sind Christen vom Alten Bund Befreit?

Von David C. Pack

Was verlangt Gott von Christen heute? Wie gelten die an Alt Israel gegebenen Zivilrechte im Neuen Testament-Zeitalter? Missverständnis der Antworten auf diese Fragen hat viele sich zum Christentum Bekennende verwirrt. Was ist die Wahrheit zu diesem Thema?

Viele sich zum Christentum Bekennende sind darüber verwirrt, was Christi Opfer in Wirklichkeit beseitigte, und was Gott von Seinen Leuten heute verlangt. Viele betrachten den Alten Bund wie folgt: Wenn priesterliche Aufgaben, wie feierliche Waschungen, Tieropfer usw. beseitigt sind, dann ist alles, was Gott unter dem Alten Bund befahl, ebenso beseitigt. Die folgenden Briefauszüge zeigen die Notwendigkeit, dieses Thema richtig zu verstehen:

„Sie werden wahrscheinlich bemerken, daß sich der Schwerpunkt des Buches [3. Mose (Leviticus)] auf Zeremonien und Rituale konzentriert, die Gott den Israeliten befahl.“ Das Buch...scheint ein Buch zu sein, das Zeremonien und Rituale dokumentiert; es erklärt grundsätzlich das ganze Opfersystem, das den Israeliten befohlen wurde, was täglich, wöchentlich, monatlich, jährlich, alle sieben Jahre, und alle 50 Jahre, durchzuführen war. Nehmen Sie zur Kenntnis, was ein Teil dieses Opfersystems ist: Anweisungen bezüglich Opferungen, Regeln für saubere/unreine Ritualsituationen, Anweisungen für das Priestertum, der Zehnte, verbunden mit dem Opfersystem, in Verbindung mit dem Sabbat und Gottes jährlichen Fest-Tage.

„Es ist interessant, daß sich keine Kirchgruppe angestrengt hat, zu erklären, wie wir die meisten oder alle Praxen von zusammen fast 26 Kapiteln dieses Buches einstellen, jedoch behaupten können, daß wir ‚Teile’ (aber nicht alle) 23 Teile des Kapitels halten müssen. Gibt es ein Verstehen, das wir von diesem Buch herausfinden können, das mit den Schriften in der restlichen Bibel übereinstimmt?

„Das Buch 3. Mose (Leviticus) ist ein faszinierendes Buch, das umfassende Richtlinien über das Opfersystem, wie es von den Israeliten, und von den Juden zur Zeit Jesu ausgeübt wurde, zur Verfügung stellt. Aber warum ignorieren Kirchen sorgfältig, oder mißverstehen das Meiste, wenn nicht seine ganze Mitteilung? Haben wenigstens wir die Mitteilung richtig verstanden?

Dieses Buch scheint wirklich viele der „Praktiken“ der Israeliten zu präsentieren, endend in der Einigung des Bundes, die die Israeliten mit Gott machten. Eine interessante Frage ist zu beachten: wurde alles, was dieses Buch unterrichtet, infolge des Opfers Jesu Christi beendet? Oder gerade wieviel wurde abgeschafft? Warum wurde irgendein oder alle Gebote abgeschafft? Ist das Opfersystem, das in diesem Buch geschildert ist, als ein zusammengehörendes Paket zu betrachten?

Eine andere Person schrieb, „können Sie mir sagen, ob die Gesundheits- und andere Statuten im Alt Testament noch binden? Wir hören viel über die Zehn Gebote und Festtage, aber kaum etwas über diese.“

Warum Solche Verwirrung?

Der Kern dieser Fragen ist dies: Wie kann etwas, was für Alt Israel erforderlich war, und in qualvollem Detail definiert wurde, nicht mehr binden, während andere Erfordernisse heute noch gültig sind? Und was sind diese Erfordernisse? Diese Verwirrung stammt vom Mißverständnis der heutigen Relevanz der vielen gegebenen Gesetze Alt Israels. Um zu verstehen, müssen wir zuerst den Begriff Zivilrecht definieren.

Ein Zivilrecht ist jedes Mandat, Gesetz, jede Verordnung oder Vorschrift, das Verhalten und Tätigkeit innerhalb der definierten Rechtsprechung eines feststehenden Stadtbezirks, regelt. Die Zivilrechte, die Gott Alt-Israel durch Moses gab, werden in den Büchern 2. Mose (Exodus), 3. Mose (Leviticus) und 5. Mose (Deuteronomius) präsentiert. Sie offenbaren, wie man die Prinzipien anwendet, die in den Zehn Geboten bekanntgemacht worden sind. Zusammen umfassen sie die Gebote, Zivilrechte, Statuten, und Opfergesetze des Alten Bundes.

Wir werden einige Zivilrechte undersuchen, die Alt-Israel verwalteten, und zeigen, wie sie sich im Leben der heutigen Christen, gemäß den Prinzipien, die Christus im Neuen Testament etablierte, anwendbar sind.

Anders als der Zehnte und die Einhaltung der Festtage Gottes, und des wöchentlichen Sabbats, was wurde von Alt-Israel verlangt, und von den Juden, zur Zeit Christi, eingehalten, daß Christen heute noch ausüben müssen? Was ist nicht mehr erforderlich? Um dieses Problem richtig zu verstehen, müssen wir einige grundlegende Grundsätze anerkennen:

(1) Israel war eine physische, fleischlich-gesonnene Nation ohne Gottes Heiligen Geist. Ihnen wurde ewige Erlösung nicht angeboten. Viele Plätze im Alt Testament kennzeichnen sie als die „Gemeinde Israels.“ Die Apostelgeschichte 7:38 erwähnt Israel als die "Kirche in der Wüste." Diese Begriffe bedeuten dasselbe. Gott wählte sie, um ein physischer "Typ" Seiner Kirche des Neuen Testaments (diejenigen, die durch Seinen Heiligen Geist gezeugt sind) zu sein.

Bitte notieren Sie I Korinther 10:6: "Diese Dinge aber [Israels Erfahrungen] sind als Beispiele für uns geschehen, damit wir nicht nach Bösem gierig sind, wie jene gierig waren.“ Ihre Sklaverei in Ägypten, Erlösung unter der Führung Mose, die Durchquerung des Roten Meeres, und das Wandern in der Wüste wurde im Wort Gottes [Die Bibel] registriert, damit wir von ihren Erfahrungen lernen können.

(1) Ohne Gottes Geist konnte Israel die geistigen Gesetze Gottes (notieren Sie Römer 8:8) nicht richtig befolgen. Gott gab ihnen eine lange Liste von spezifischem "Tun und Nicht-Tun," weil sie den Sinn des Gesetzes nicht einhalten konnten. Die Israeliten konnten Gott "in Geist und Wahrheit" (Johannes 4:23-24) nicht befolgen. Sie benötigten Dinge in großem Detail dargelegt zu haben.

Hebräer 11:6 zeigt, daß es unmöglich ist, Gott ohne Glauben zu gefallen - und wahrer Glaube ist beides, eine Frucht (Galater 5:22) und ein Geschenk (1 Korinther 12:9) des Heiligen Geistes. Nur wenn man den Heiligen Geist empfängt - "Beschneidung des Herzens" – ist es möglich ein "geistiger Jude" zu werden (Röm. 2:28-29).

(2) Israel wurde als eine Vereinigung der Kirche und des Staates gegründet (2. Mose 19:6; Apg. 7:38), mit ausführlichen Gesetzen, beide regierend, sowohl ihre bürgerlichen als auch religiösen Angelegenheiten. Alt Israel war in Wirklichkeit die Kirche des Alten Testamentes.

Kritiker der Bibel versuchen zu beweisen, daß das Wort Gottes widersprüchlich, und somit hinfällig ist, indem sie auf Malachi 3:6 hinweisen. Dort, Christus, der Felsen des Alten Testamentes (I Korinther 10:1-5), berichtet, "...Ich bin der Herr, ich ändere Mich nicht."

Solche Kritiker argumentieren, "Wie kann die Bibel als das Wort Gottes Gültigkeit haben, wenn sich Dinge zwischen dem Alten Bund und dem Neuen Testament änderten?“

Die Antwort ist einfach: Denken Sie an das Wort Gottes als einen Vertrag zwischen Gott und Seinem Volk. Der Alte Vertrag (Bund) war im Wesentlichen ein Ehe-Vertrag. Die Bedingungen des Vertrags ändern sich nie. Aber die Bedingungen treten außer Kraft, zwischen diesen zwei Parteien, wenn einer von beiden seinen Verpflichtungen nicht nachkommt – scheitert - sein Abkommen zu halten. Der Vertrag würde gebrochen worden sein. Die Bedingungen des Vertrags würden sich nicht ändern. Aber, innerhalb dieser Bedingungen sind eingebaute "Stornierungs"-Bestimmungen.

Notieren Sie Hebräer 8:8: "Denn tadelnd spricht er zu ihnen [Alt Israel und Judah]: "Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da werde ich in Bezug auf das Haus Israel und in Bezug auf das Haus Juda einen neuen Bund vollziehen." Um zu verstehen, beachten Sie folgendes: Ofbg. 13:8 „Und alle, die auf der Erde wohnen, werden es [das Untier] anbeten, ein jeder, dessen Name nicht geschrieben ist in dem Buche des Lebens des geschlachteten Lammes von Grundlegung der Welt an.“

Gott wußte lange im Voraus, vor der Erschaffung des Menschen, daß wir fähig wären, zu sündigen. Adam hatte moralische Freiheit. Ihm wurde die Wahl gegeben, entweder Gottes Gesetze zu befolgen, oder sie zurückzuweisen. Er hätte wählen können nicht vom Baum der Kenntnisse des Guten und Bösen zu essen, und vorziehen können, vom Baum des Lebens zu essen.

Aber Adam machte die falsche Wahl. Es war nicht, daß Gott an diesem Punkt entschied, "Oops! Daran hab Ich nicht gedacht. Ich muss Mir etwas einfallen lassen, um dafür zu zahlen! Ich denke, daß Ich Meinen Sohn als Opfer für die Sünde senden muß." Gott wußte, daß, selbst wenn Adam die richtige Wahl gemacht hätte, ‚jemand' würde schließlich die falsche Wahl machen.

Die einzige Erwähnung, die Gott machte, daß etwas geschah, das nicht ein Teil Seines vorherbestimmten Plans war, war, daß Israel seine Kinder heidnischen Göttern opferte: „Sie haben auch die hohen Plätze von Baal gebaut, um ihre Kinder als Brandopfer für Baal im Feuer zu verbrennen, was Ich nicht geboten noch gesprochen habe, noch in Meinen Sinn gekommen ist“ (Jeremia 19:5). Das bedeutet nicht, daß Gott überrumpelt wurde. In Seinen Augen ist Sünde Sünde (bemerken Sie Jakobus 2:10-11). Israel beging Taten des Mordes als ein Teil von Zeremonien, um heidnische Götter anzubeten. So schrecklich wie das war, es erforderte nicht, daß Gott Seinen Plan 'nochmals überlegen' mußte.

Wenn Paulus, in Galater 3:19 berichtet, "Es [das Gesetzeswerk, das die Regeln der Opferungen bestimmte] wurde wegen Übertretungen hinzugefügt," bezieht Er sich auf eine „vertragliche Bestimmung,“ die nicht in Kraft gesetzt worden wäre, hätte Israel Gott gehorcht. Wie wissen wir das? Notieren Sie Hosea 6:6: "Denn Ich [der Ewige] wünschte Gnade, und nicht Opfer; und die Kenntnisse Gottes mehr als verbrannte Opfer." (Lesen Sie Psalm 40:6, 8.)

Aber Tieropfer wurden nicht von Gott als eine 'nachträgliche Idee' errichtet, genau so wenig, wie es das Opfer Christi war.

Christus Heiratete Alt-Israel

Der Vertrag des Alte Bundes zwischen Christus und Alt Israel war in Wirklichkeit eine Ehe-Abmachung oder Vertrag. In Jeremiah 3:14 sagte Gott Israel, "Ich bin mit dir verheiratet." Obwohl Er sich später (3:8) aufgrund ihrer Untreue von ihr schied, blieb die Ehe verbindlich bis zum Tod Christi. Christi Ehe mit, und die Scheidung von Alt Israel folgte gemäß dem Gesetz des Alten Testaments - siehe Hezekiel 16:38 und 5. Mose (Deut.) 24:1.

Genauso wie der Alte Bund eine Abmachung zwischen Gott und dem physischen Israel war, ist der Neue Bund eine Abmachung zwischen Gott und dem geistigen Israel – den heutigen wahren Christen. Aber bedeutet das, daß die an Alt Israel gegebenen Zivilrechte für heutige Christen nicht mehr bindend sind?

Um zu beginnen, dieses Thema zu verstehen, müssen wir zuerst sehen, was sich infolge des Opfers von Christus änderte:

(1) Das Bedürfnis nach Tieropfern wurde beseitigt (Heb. 9:12-14). Die Tieropfer deuteten auf Christi Opfer hin. Sie dienten dazu, Alt Israel, auf eine graphische Weise, die Strafe für Sünde – der Tod - zu lehren. Sobald Christus kam, Sich selbst als das Opfer für alle Sünden der Menschheit anbietend, war ein Bedürfnis für eine physischen Gedächtnishilfe nicht mehr nötig.

(2) Die physischen Dienste eines physischen Hohepriesters wurden durch die geistige Rolle eines geistigen Hohepriesters – Christus - (Notieren Sie Vers 11) ersetzt.

(3) Das Befolgen des strikten ‚Buchstaben des Gesetzes’ wurde durch das Befolgen beider ersetzt, das geistige, so wie auch das buchstäbliche Befolgen der Gesetze. Wir werden untersuchen, was das für Christen heute bedeutet.

In anderer Literatur zeigen wir, daß der Zehnte, das Einhalten des Sabbats und der Heiligen Tage und das Befolgen der 10 Gebote nicht als Teil der Vereinbarung (Vertrag bedeutet „Vereinbarung“ oder Bund), die Gott mit Israel gemacht hatte, stammte. Das alte Testament deckt auf, daß Gottes Diener seine Gesetze verstanden und befolgten, lange bevor sie an Israel am Berg Sinai gegeben wurden. (Lesen Sie unsere Artikel "Gingen die Zehn Gebote Moses Voran?" und unsere Broschüren Beenden Sie Alle Ihre Finanzsorgen und Gottes Heilige Tage oder Heidnische Feiertage? Unsere Bücher Samstag oder Sonntag - Welcher Ist der Sabbat? und Die Zehn Gebote - "Ans Kreuz genagelt " oder Erforderlich für die Erlösung? werden ebenfalls nützlich sein (noch nicht in Deutsch vorhanden).)

Eine Mißverstandene Bibelstelle

Diejenigen, die glauben, daß Christus das Gesetz für uns (an unserer Stelle) gehalten hat, und daß alle Voraussetzungen unter dem Alten Bund ans Kreuz „genagelt wurden,“ zitieren allgemein, was Paulus in Galater 3:10-13 schrieb: „Denn so viele aus Gesetzeswerken sind, sind unter dem Fluche; denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buche des Gesetzes geschrieben ist, um es zu tun!" Daß aber durch Gesetzhalten niemand vor Gott gerechtfertigt wird, ist offenbar, denn „der Gerechte lebt aus Glauben“. Das Gesetz aber ist nicht aus Glauben, sondern: „Wer diese Dinge tut, wird durch sie leben“. Christus hat uns losgekauft von dem Fluche des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist, denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der am Holze hängt.“

Was ist der Fluch, von dem Christus uns erlöst? die Todesstrafe!

Aber wie zogen wir uns diese Strafe zu? Bemerken Sie: „Wer auch immer Sünde begeht, überschreitet auch das Gesetz: weil Sünde die Übertretung des Gesetzes ist“ (I Joh. 3:4) – „Die Seele, die sündigt, soll sterben" (Hezekiel 18:4, 20) - "Der Lohn der Sünde ist der Tod" (Römer 6:23)

Bemerken Sie auch Römer 3:23: "Weil alle gesündigt haben, und der Herrlichkeit Gottes nicht gleichkommen..." Diese Schriften zeigen, daß Christus nicht zur Erde als ein physischer Mensch kam, ein sündloses Leben lebte, und einen schrecklichen, qualvollen, demütigenden Tod ertrug, damit wir die Gesetze Gottes nicht einbehalten brauchten.

Was war Christi Zweck? Er setzte das Beispiel, dem alle wahren Christen zu folgen haben: „Denn hierzu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten, euch ein Beispiel hinterlassend, auf daß ihr seinen Fußstapfen nachfolget“ (I Petrus 2:21).

Bemerken Sie auch Hebräer 2:10: „Denn es geziemte Ihm [Christus], um dessen Willen alle Dinge und durch den alle Dinge sind, indem er viele Söhne zur Herrlichkeit brachte, den Urheber ihrer Errettung durch Leiden vollkommen zu machen.“ Christus starb, so daß die ganze Menschheit die Gelegenheit für die Erlösung haben würde.

Christus beseitigte nicht die Bücher des Gesetzes. Diejenigen, die die Worte von Paulus in Galater 3 mißdeuten, entscheiden für sich selbst, „es ist unmöglich für mich in allen Dingen, wie befohlen, fortzufahren, um zu vermeiden, verflucht zu werden, ich muß zu nichts gebunden sein.“ Viele nehmen eine „alles, oder nichts" oder „such und wähle“ Ansicht zum Christentum, willkürlich für sich selbst entscheidend, welche der Gesetze Gottes für sie gelten.

Den Neuen Bund Verstehen

Hebräer 8:10 zeigt, daß, durch den Neuen Bund, Gott Seine Gesetze "[in unseren] Sinn setzt, und sie [in unsere] Herzen schreibt.“ Indem sie Seinen Heiligen Geist erhalten, sind Christen im Stande, Sein Gesetz „im Sinn und in Wahrheit zu befolgen.“ Der Neue Bund ist mit Menschen verbunden, die Gott gehorchen.

Bemerken Sie zum Beispiel 1. Mose (Genesis) 17:10. Dort befahl Christus dem Patriarchen Abraham, „...Alles Männliche werde bei euch beschnitten;“ Als ein äußeres physisches Zeichen zwischen Gott und der physischen Nation Israels, verlangte Gott physische Beschneidung für diejenigen, die Ihm in den Zeiten des Alten Testamentes folgten. Das Mandat unter dem Alten Bund war ausführlich: „1. Mose 17:12 Und acht Tage alt soll alles Männliche bei euch beschnitten werden nach euren Geschlechtern, der Hausgeborene und der für Geld Erkaufte, von allen Fremden, die nicht von deinem Samen sind; (14) Und der unbeschnittene Männliche, der am Fleische seiner Vorhaut nicht beschnitten wird, selbige Seele soll ausgerottet werden aus ihrem Volke; meinen Bund hat er gebrochen!“

Jedoch, unter dem Neuen Bund wählt Gott und ruft aus der Welt eine geistige Nation Israel - Seine Kirche. Mit der Taufe und Bekehrung werden diese Vereinzelten durch die Macht Seines Heiligen Geistes geleitet.

Paulus erklärt in Römer 2:28-29: „Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, noch ist die äußerliche Beschneidung im Fleische Beschneidung; sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und Beschneidung ist die des Herzens, im Geiste, nicht im Buchstaben; dessen Lob nicht von Menschen, sondern von Gott ist.“

Durch den Empfang des Geistes Gottes wird man „im Herzen beschnitten.“ Physische Beschneidung ist nicht mehr das Zeichen für den, der Gott gehorcht - geistige Beschneidung ist! Der Brauch der Beschneidung war bloß ein Vorzeichen - eine physische Parallele - dessen, was Gott wirklich wollte, und für die ganze Menschheits-Beschneidung des Herzens, beabsichtigte (Jer. 4:4; 5. Mose 10:16; 30:6).

Mit der Bekehrung wird eine Person geistig „beschnitten“. Paul erklärt den Kolossern weiterhin: „und ihr seid vollendet in Ihm [Christus], welcher das Haupt jedes Fürstentums und jeder Gewalt ist; in welchem ihr auch beschnitten worden seid, mit einer nicht mit Händen geschehenen Beschneidung, sondern in dem Ablegen des Leibes aus Fleisch durch die Beschneidung Christi“ (2:10-11).

Deshalb unterrichteten die Apostel, daß die physische Beschneidung eine Vorschrift des Alten Bundes war, die nicht von den Christen des Neuen Testamentes gehalten werden braucht (Apg. 15:24, 28). Das Bedürfnis für die Beschneidung wurde nicht beseitigt, sondern änderte sich - von physisch zu geistig.

Notieren Sie Galater 5:2-3: „Siehe, ich, Paulus, sage euch, daß wenn ihr beschnitten werdet, Christus euch nichts nützen wird. Ich bezeuge aber wiederum jedem Menschen, der beschnitten wird, daß er das ganze Gesetz zu tun schuldig ist.“

Mit anderen Worten, wenn ein Mensch glaubt, daß seine Erlösung von seiner Beschneidung abhängt (eine physische Sache) dann, wie Paul in Galater 3:10 hinwies, würde es ein Fluch für ihn werden: „Denn so viele aus Gesetzeswerken sind, sind unter dem Fluche; denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buche des Gesetzes geschrieben ist, um es zu tun!““

Sich auf physische Rituale zu verlassen, macht das Opfer Christi „umsonst“ (5:4).

Das Christentum ist eine Lebensweise beruhend auf Dinge, die eine Person im eigenen Leben kontrollieren kann. Bitte notieren Sie: „Christus hat uns losgekauft vom Fluch des Gesetzes [die Todesstrafe], indem Er ein Fluch für uns geworden ist, denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der am Baum hängt“ (Galater 3:13).

An einem Baum genagelt worden zu sein war ein Teil des Vorgangs, durch den Christus Seine Rolle als unser prophezeiter Retter erfüllte: „Welcher selbst [Christus] unsere Sünden an Seinem Leibe am Baum getragen hat, auf daß wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben“ (I. Petrus 2:24).

Und erinnern Sie sich, daß Christus sagte, „Denken Sie nicht, daß ich gekommen bin, um das Gesetz, oder die Propheten zu zerstören: ich bin nicht gekommen, um zu zerstören, sondern zu erfüllen“ (Matt. 5:17).

Aber an einem Baum verflucht zu werden, was Paulus in 5. Mose 21:23 umschrieb, würde nur in einer Zivileinstellung gelten. Gott ermächtigt Seine Kirche heute nicht, solche Regierungsfunktionen auszuführen.

Andere Beispiele

Gott hat uns Seine Gesetze zu unserem eigenen Nutzen gegeben. Jedoch erlöst Niemanden das Einhalten der physischen Zivilrechte und anderen Statuten, erforderlich unter dem Alten Bund – genausowenig wie ihre Einhaltung Alt Israel Erlösung garantierte. Ihnen war zu dieser Zeit nicht einmal Erlösung angeboten. Aber jene Gesetze sind heute noch bindend - zum Grad ihrer Relevanz im Leben eines jedes Christen.

Nochmals, dies ist nicht etwas, was jeder Person überlassen ist, für sich selbst willkürlich zu entscheiden. "Das Berechnen der Kosten" – ein wichtiger Teil des Prozesses der Bekehrung - beinhält unter anderen Dingen, die verschiedenen Aspekte Ihres Lebens - Familie, Karriere, Interessen, usw. – und sich die Frage, stellend, „Was muß ich ändern/verändern/beseitigen, um meine Wege in die Harmonie mit den Wegen Gottes zu bringen?“ Siehe Jesaja 55:8-9.

Zum Beispiel, einige der Gesetze richten sich an die Probleme der Landwirtschaft, des Geschäfts-, des Konstruktionswesens, usw. Offensichtlich sind solche Mandate nur für diejenigen anwendbar, die in jenen Berufen arbeiten. Sie würden keinen Einfluß auf die Handlungen derjenigen haben, die nicht in solchen Feldern arbeiten. Aber sie würden auf die "Endbenutzer" einwirken.

Was viele heute nicht in Betracht ziehen, ist, daß viele solcher Vorschriften und Gesetze, durchgeführt durch Menschengesetze, auf diesen Prinzipien beruhen (sei es Gesetzgeber, Ingenieure usw., erkannt oder nicht). Zum Beispiel, bestimmte Bauvorschriften, die Gott Israel gab, verlangten, die Konstruktion einer niedrigen Wand um Gebäude herum mit zugänglichen Dächern (5. Mose [Deut.] 22:8). Um angebrachte Rücksicht für seine Mitmenschen zu zeigen (Matt. 7:12; Markus 12:31), ein Ingenieur würde solch ein Strukturelement in die Entwürfe seiner Baukonstruktionen vereinigen müssen.

Eine andere Neue Testament-Anwendung, eines unter dem Alten Bund gegründeten Gesetzes, sehen wir im modernen Bankrott-Gesetz. Wir finden die Richtlinien Gottes dafür in 5. Mose (Deut.) 15:1-2: „Am Ende von sieben Jahre sollst Du einen Erlaß machen. Und das ist die Sache mit dem Erlaß: Jeder Schuldherr soll erlassen das Darlehen seiner Hand, das er seinem Nächsten geliehen hat; er soll seinen Nächsten und seinen Bruder nicht drängen; denn man hat einen Erlaß dem Jahwe ausgerufen.“

Um weiter die heutige Relevanz der Zivilrechte, die Alt Israel gegeben wurden, zu verstehen, bemerken Sie, was Paul in I. Korinther 5:1 schrieb: „Überhaupt hört man, daß Hurerei, die selbst unter den Nationen nicht stattfindet: daß einer seines Vaters Weib habe.“ Wo wird dies als Erstes in der Bibel genannt? Lesen Sie 3. Mose [Levitikus] 20:11 „Und wenn ein Mann bei dem Weibe seines Vaters [mit anderen Worten, seine Stiefmutter] liegt: er hat die Blöße seines Vaters aufgedeckt; beide sollen gewißlich getötet werden, ihr Blut ist auf ihnen.“

Nochmals, die Kirche Gottes – das geistige Israel - ist nicht ermächtigt durch die Zivilgewalt die Todesstrafe für Sünde zu verhängen. Wie dann sollen wir solche Probleme richten? Überlegen Sie: "Ich [Paulus] schrieb Euch in einer Epistel, keine Gesellschaft mit Ehebrechern/Hurenböcke… zu halten, wenn jemand, der ein Bruder genannt wird, herumhurt…mit solch einem nicht zu essen" (I. Korinther 5:9, 11).

Offensichtlich bindet dieses Gesetz noch heute. Aber diejenigen, die es brechen, werden nicht zu Tode verurteilt. Eher wird uns befohlen, diese lasterhafte Person aus unserer Mitte zu entfernen (Vers 13).“

Warum? "Um solch einen dem Teufel für die Vernichtung des Fleisches zu liefern, damit der Geist am Tag des Herrn Jesus (Vers 5) gerettet werden kann. Das Gesetz selbst wurde nicht geändert, nur die Anwendung davon!

Das Resultat der Ganzen Sache

In Ecclesiastes 12:13 schrieb König Solomon, „Laßt uns das Endergebnis der ganzen Sache hören: Fürchte Gott, und halte Seine Gebote; denn das ist der ganze Mensch." Die Bibel zeigt, daß im Alten Testament Gott die physische Nation Israel wählte, um Sein Volk zu sein, um ein Beispiel für andere Nationen zu setzen, damit sie es sehen und befolgen. Aber, wie wir gesehen haben, scheiterten sie, die vorbildliche Nation zu sein.

Heute ruft Gott Leute von vielen verschiedenen physischen Nationalitäten, um "geistige Israeliten" (lesen Sie nochmals Römer 2:28-29) zu werden.

Und nun notieren Sie Sein Versprechen an Alt Israel: „Und Ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben; und Ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleische wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Und Ich werde meinen Geist in euer Inneres geben; und Ich werde machen, daß ihr in Meinen Gesetze wandelt und Meine Urteile bewahret und tut. Und ihr werdet in dem Lande wohnen, das Ich euren Vätern gegeben habe; und ihr werdet Mein Volk, und Ich werde Euer Gott sein“ (Hezekiel 36:26-28).

Das wird in der nahen Zukunft geschehen, beginnend mit der Rückkehr Christi!

Notieren Sie Jeremia 31:31-33: „Siehe, die Tage kommen, sagt der Herr, daß Ich mit dem Hause Israel, und mit dem Hause Judah einen Neuen Bund machen werde: nicht gemäß dem Bund, den Ich mit ihren Vätern machte, an dem Tage, da Ich sie bei der Hand nahm, um sie aus dem Land Ägyptens herauszuführen; welchen Bund sie gebrochen haben; und doch hatte Ich mich mit ihnen vermählt, spricht Jahwe. Sondern dies ist der Bund, den Ich mit dem Hause Israel machen werde nach jenen Tagen, spricht Jahwe: Ich werde mein Gesetz in ihr Inneres legen und werde es auf ihr Herz schreiben; und ich werde ihr Gott, und sie werden mein Volk sein.

Wie wissen wir, daß dies noch nicht geschehen ist?

Vers 34 gibt uns die Antwort: „Und sie werden nicht mehr ein jeder seinen Nächsten und ein jeder seinen Bruder lehren und sprechen: Erkennet Jahwe! Denn sie alle werden Mich erkennen von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Größten, spricht Jahwe. Denn Ich werde ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nicht mehr gedenken.“

Wir können sehen, daß dies in der heutigen Welt nicht geschieht – genauso wie wir sehen können, daß die Erfüllung Jesajas 2:4 während des Milleniums stattfinden wird:

„Und Er [Christus] wird richten zwischen den Nationen und Recht sprechen vielen Völkern. Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugmessern schmieden, und ihre Speere zu Winzermessern; Nation wird nicht wider Nation das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr lernen.“

Von dieser zukünftigen Zeit sprechend, sagt Christus, „Und Ich – dies ist Mein Bund mit ihnen, spricht Jahwe: Mein Geist, der auf dir ist, und Meine Worte, die Ich in deinen Mund gelegt habe, werden nicht aus deinem Munde weichen, noch aus dem Munde deiner Nachkommen, noch aus dem Munde der Nachkommen deiner Nachkommen, spricht Jahwe, von nun an bis in Ewigkeit“ (Jesaja 59:21).

Das ist die Hoffnung, die Gott uns - durch den Neuen Bund gegeben hat!

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Andere Literatur